LauraLibra

feministische Schrifstellerin, Pädagogin, Bildungsarbeiterin

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Statement

KURZFASSUNG:

Ich möchte meine Zeit Dingen widmen, die vielen zu Gute kommen und in denen ich gut bin – für die mich aber niemand bezahlt (weil diese Art von Arbeit nicht nur unbezahlt, sondern auch unbezahlbar ist): emotionale Unterstützungs- sowie politische Bildungsarbeit. Außerdem will ich mir Zeit für ein schon lange ausstehendes Projekt nehmen: feministische Geschichten schreiben.

ÜBERS SCHREIBEN:

Alles ist dezentral im 21. Jahrhundert. In meinem 21. Jahrhundert jedenfalls; denn auch unsere Realitäten sind nicht länger zentralisiert. Ich will verbinden, eine Kraft des Verbindenden sein. Ich will Verbindungen schaffen zwischen allem was mein Leben berührt.

Dezentral sind meine Beziehungen, mein Gefühl von Zu-hause-Sein, meine gesellschaftlichen Wirkbereiche und: die Quellen meines Lebensunterhalts. Dezentrale Abhängigkeiten sind meine Unabhängigkeit. Sie ermöglichen mir, mich zu bewegen und beweglich zu bleiben: im Denken, im Herzen, in der Welt und in meiner Arbeit. Meine ständige Bewegung ermöglicht mir, mit vielem in Kontakt zu kommen, das Beweglichsein zeigt mir die Dinge aus vielen Perspektiven. Ich komme in Berührung mit verschiedensten Ansätzen, an der Welt zu arbeiten, die wir sehen wollen. Alle setzen an anderen Punkten an, aber alle arbeiten unermüdlich, alle setzen ihre Kraft und ihre Zuversicht in konkrete utopische Projekte, die zusammen ein Bild ergeben, für das sich ein Durchhalten lohnt.

Wie fühlen sich diese dezentralen Realitäten von innen an? Was ist der Kern der Kraft, die jemand für solche widerständigen Utopien entwickelt? Wo in unserem Leben finden wir den Ursprung und den Weg dieses Willens nach einem konkreten anderen Entwurf? Geschichten verstehen es oft besser, von diesen Dingen zu erzählen als Wissenschaft oder Politik. Politische Ereignisse des 21. Jahrhunderts begegnen uns nicht im Geschichtsbuch – sondern am Küchentisch, auf dem Weg zum Supermarkt und unter der Dusche. Weit weg und nah, zeitgleich und verspätet sind keine festen Kategorien mehr in einer Welt von Internet und Telefon. Was meine Welt erschüttert, ist für dich vielleicht nur eine Randnotiz auf dem Weg zur Arbeit.

Ich will die Parallelität dieser Realitäten verbinden, Fäden des dezentral Erlebten aufgreifen und verknüpfen, bis sich eine Geschichte daraus spinnt. Eine Geschichte, die Politisches mit Persönlichem und ‚ganz normale‘ dezentrale Biographien miteinander verbindet. Facettenreiche Normalitäten spiegeln, deren Darstellung ich sonst vergeblich zu finden hoffe. Feministische Alltäglichkeiten und Lebensentwürfe jenseits von Kind, Karriere, Partnerschaft. Den täglichen Balance-Akt zwischen Systemkritik und Kompromissen. Die Gratwanderung zwischen Verantwortungsgefühl und Schuldkomplexen, der Spagat zwischen Ideal und Selbstausbeutung.

WAS ICH SONST TUE:

Dafür brauche ich Unterstützung, damit auch ich weiterhin dort unterstützen kann, wo ich gebraucht werde: Dazu gehören in meinem Alltag vor allem emotionale Unterstützung, Beratung, Konfliktbegleitung, kontinuierliche Sorgearbeit und die vielen kleinen Schritte der Bildungs- und Aufklärungsarbeit. In einer normalen Woche verbringen ich etliche Stunden mit Zuhören, Beratschlagen, Gedanken strukturieren, praktische Perspektiven diskutieren oder auch zwischen Personen vermitteln. Die Themen reichen von Beziehungs-, Arbeits- und Sinnkrisen über den Umgang mit konkreten Gewalt- und Diskriminierungserfahrungen bis zu Konflikten jeglicher Art im (Wohn-) Umfeld, Arbeit, Familie und Beziehungen. Manchmal sind es auch simplere Dinge wie einkaufen und kochen für kranken Freund_innen, Babysitten oder ähnlich Praktisches. Zur Bildungs- und Aufklärungsarbeit im ‚ehrenamtlichen‘ Bereich habe ich in den letzten Jahren regelmäßig öffentliche Veranstaltungen organisiert (manchmal auch Vorträge gehalten oder Workshops angeboten) oder war bei solchen Moderatorin, Übersetzerin oder als logistische Unterstützung präsent. Zu gesellschaftspolitischen und vor allem feministischen Themen habe ich mich u.a. schon auf Festivals, Konferenzen und im (freien) Radio zu Wort gemeldet. Auch dem Schreiben in diesem Bereich gehe ich schon länger nach, sei es durch Artikel für studentische Zeitschriften, Leserinnenbriefe, mein feministisches Blog oder durch Eigenherausgabe von Textsammlungen („Zines“), für welche ich nicht nur Texte zusammenstelle, sondern gleichzeitig als Autorin, Editorin und Übersetzerin aktiv bin und mich um Layout, Druck und Weitergabe kümmere.

Der Einsatz für eine gerechtere, sensiblere und feministisch gestärkte Gesellschaft ist mir im Privaten wie im Öffentlichen eine Herzensangelegenheit und mein Beitrag dazu kann und soll nicht an Gegenleistungen geknüpft sein. Solidarität und Engagement können nur frei für alle sein und leben davon, dass sie gemeinsam getragen werden. Vielleicht ja auch mit deiner Unterstützung.

Gemeinschaften

Verlauf

LauraLibra ist vor 2 Jahren beigetreten.

Einkommen pro Woche (in Euro)

Anzahl Unterstützer/-innen pro Woche